Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 24. September 2026

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der Reality Q UG (haftungsbeschränkt), Kurzer Weg 3, 15864 Wendisch Rietz, Germany (nachfolgend „Auftragnehmer“), und ihren Auftraggebern (nachfolgend „Auftraggeber“) über die Erbringung von Software-Entwicklungsleistungen, Projektberatung, Prozessoptimierung und verwandten digitalen Dienstleistungen.

Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Auftragnehmer ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat. Dies gilt auch für den Fall, dass der Auftragnehmer die Leistungen vorbehaltlos ausführt.

2. Vertragsgegenstand und Leistungsumfang

Vertragsgegenstand ist die Erstellung, Anpassung, Weiterentwicklung oder Betreuung von digitalen Lösungen, insbesondere:

  • Websites, Landingpages, Netzwerkseiten und Webapplikationen,
  • Softwarelösungen, Produkt-Tools, CRM-/ERP-Systeme sowie Fachanwendungen,
  • Zeiterfassungs-, Finanzwesen-, HR- und Fahrzeugpool-Lösungen,
  • Projektberatung, Prozessoptimierung und digitale Strategieberatung,
  • zugehörige Schulungen, Dokumentationen und Supportleistungen.

Der genaue Leistungsumfang ergibt sich ausschließlich aus dem individuellen Angebot oder der schriftlichen Vereinbarung der Parteien. Ergänzungen, Änderungen oder Nebenabreden bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der schriftlichen Bestätigung durch den Auftragnehmer.

3. Angebote und Vertragsschluss

Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich gekennzeichnet sind. Abbildungen, Beschreibungen auf der Website und Leistungs- sowie Preisangaben in der Projektbeschreibung stellen eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar und keine bindende Vertragsannahme.

Ein Vertrag kommt zustande durch schriftliche Auftragsbestätigung des Auftragnehmers oder durch die tatsächliche, vom Auftraggeber nicht widersprochene Aufnahme der vereinbarten Leistungen. Der kostenfreie erste Entwurf innerhalb von 24 Stunden nach Eingang einer ausreichenden Projektbeschreibung ist unverbindlich und begründet noch keinen Vertragsschluss.

4. Preise und Zahlungsbedingungen

Die Vergütung richtet sich nach dem jeweils individuellen Angebot. Sofern nicht anders vereinbart, gliedert sich die Vergütung wie folgt:

  • Einmaliger Beitrag: Fällig zu Projektbeginn oder zu einem im Angebot festgelegten Meilenstein, soweit erforderlich für Konzeption, Entwicklung und Bereitstellung.
  • Laufende Gebühr pro Nutzer: Für Betrieb, Wartung und Nutzung der Lösung wird – soweit vereinbart – eine Gebühr pro Nutzer monatlich oder jährlich berechnet. Die Höhe richtet sich nach dem vereinbarten Funktionsumfang.

Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich als brutto angegeben. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum fällig, sofern im Angebot keine abweichende Zahlungsfrist vereinbart wurde.

Die Zahlungsabwicklung erfolgt ausschließlich über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd.). Einmalzahlungen sowie wiederkehrende Abonnementzahlungen werden direkt über Stripe abgerechnet und eingezogen. Der Auftraggeber hinterlegt hierzu ein gültiges Zahlungsmittel (z. B. Kreditkarte, SEPA-Lastschrift oder ein von Stripe unterstütztes Verfahren). Für die Zahlungsabwicklung gelten ergänzend die Bedingungen und Datenschutzhinweise von Stripe.

Zahlungsdaten wie Kartennummern oder Bankverbindungen werden von Stripe verarbeitet und nicht beim Auftragnehmer gespeichert. Rechnungen und Zahlungsbelege werden elektronisch bereitgestellt. Kommt eine Zahlung nicht zustande (z. B. Rücklastschrift oder abgelehnte Karte), ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen und betroffene Leistungen bis zur vollständigen Zahlung auszusetzen.

5. Abonnements, Laufzeit und Kündigung

Nutzungs-, Wartungs- und Supportleistungen können als Abonnement mit monatlicher oder jährlicher Abrechnung pro Nutzer vereinbart werden. Das Abonnement beginnt mit der Bereitstellung der Lösung oder mit einem im Angebot genannten Startdatum und verlängert sich automatisch um die jeweils gewählte Abrechnungsperiode.

Die Abonnementverwaltung und wiederkehrende Zahlungsabwicklung erfolgen über Stripe. Der Auftraggeber kann die aktuellen Vertragsdaten, Zahlungsmethode und Abrechnungsperiode im Stripe- Kundenportal (Kundenportal) einsehen und verwalten. Eine ordentliche Kündigung ist jederzeit mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode in Textform möglich, insbesondere per E-Mail an office@realityq.de. Eine Kündigung im Stripe-Kundenportal gilt ebenfalls als wirksame Kündigung in Textform.

Die wiederkehrende Abbuchung erfolgt automatisch über Stripe zu Beginn jeder Abrechnungsperiode. Eine Änderung der Nutzeranzahl kann der Auftraggeber schriftlich oder über das Stripe-Kundenportal mitteilen; sie wird ab der folgenden Abrechnungsperiode berücksichtigt. Mit Wirksamwerden der Kündigung endet die Berechtigung zur Nutzung der abonnierten Leistungen; der Zugang kann danach eingeschränkt oder entzogen werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

6. Rückerstattungen und Stornierungen

Für einmalige Leistungen (z. B. Konzeption, Entwicklung, individuelle Softwareprojekte) besteht grundsätzlich keine Rückerstattung, sobald der Auftragnehmer mit der Umsetzung begonnen hat oder bereits erbrachte Leistungen vom Auftraggeber freigegeben wurden. Bereits erbrachte Teilleistungen sind vom Auftraggeber zu vergüten. Storniert der Auftraggeber ein geplantes Projekt vor Leistungsbeginn, behält sich der Auftragnehmer vor, angemessene Vorbereitungskosten in Rechnung zu stellen.

Für laufende Abonnements gilt: Bereits begonnene Abrechnungsperioden werden nicht anteilig erstattet. Eine Kündigung wirkt daher erst zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode; bis dahin besteht der volle Zahlungsanspruch. Eine Ausnahme von der Rückerstattungspflicht kann im Falle nachweislich nicht erbrachter oder mangelhafter Leistungen durch den Auftragnehmer vereinbart werden; dies bedarf einer schriftlichen Absprache.

Rückerstattungen werden – soweit vereinbart – über den ursprünglichen Zahlungsweg bei Stripe ausgeführt. Die Dauer der Rückbuchung richtet sich nach den Bearbeitungsfristen von Stripe und des jeweiligen Zahlungsmittelanbieters und kann mehrere Werktage betragen. Bei abgelehnten oder fehlgeschlagenen Zahlungen werden keine Rückerstattungen ausgelöst; es obliegt dem Auftraggeber, die Zahlungsmethode zu korrigieren oder eine Alternative zu hinterlegen.

7. Termine und Verzögerungen

Liefer- und Leistungstermine werden im Angebot oder im Projektplan vereinbart. Sie sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich als „verbindlich“ oder „fest“ bezeichnet werden; ansonsten gelten sie als unverbindliche Zieltermine. Verzögerungen, die der Auftragnehmer nicht zu vertreten hat – insbesondere durch unvollständige, unrichtige oder zu spät übermittelte Unterlagen, Zugänge oder Freigaben des Auftraggebers – verlängern die Fristen angemessen.

8. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

Der Auftraggeber stellt dem Auftragnehmer alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Daten, Inhalte, Zugänge, Freigaben und Genehmigungen zeitnah, vollständig und kostenfrei zur Verfügung. Für Verzögerungen, Mehrkosten oder Qualitätsmängel, die auf dem unterlassenen oder verspäteten Erfüllen dieser Pflichten beruhen, übernimmt der Auftragnehmer keine Haftung. Der Auftraggeber gewährleistet, dass die bereitgestellten Inhalte und Daten nicht gegen Rechte Dritter verstoßen.

9. Geheimhaltung und Datenschutz

Beide Vertragsparteien verpflichten sich, alle während der Zusammenarbeit zugänglich werdenden vertraulichen Informationen und Geschäftsgeheimnisse streng vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben, es sei denn, dies ist zur Erfüllung des Vertrags erforderlich oder gesetzlich vorgeschrieben. Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und den gesetzlichen Vorschriften. Details sind der Datenschutzerklärung zu entnehmen.

10. Nutzungsrechte und Eigentum

Soweit nicht anders vereinbart, erhält der Auftraggeber nach vollständiger Bezahlung ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den erstellten Werken und Softwarelösungen für den vertraglich vereinbarten Zweck. Eine Übertragung oder Unterlizenzierung an Dritte bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Auftragnehmers.

Rechte an Drittsoftware, Open-Source-Komponenten, Frameworks, Designvorlagen, Schriftarten und sonstigen Materialien verbleiben bei deren jeweiligen Rechteinhabern. Der Auftragnehmer bleibt Eigentümer der Quelltexte und Entwicklungsdokumentationen, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes schriftlich vereinbart wurde.

11. Gewährleistung und Mängel

Der Auftraggeber hat Anspruch auf Nachbesserung erkennbarer Mängel innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist. Mängel müssen schriftlich oder per E-Mail unter Darlegung einer nachvollziehbaren Beschreibung sowie ggf. beigefügter Nachweise (Screenshots, Fehlermeldungen) gemeldet werden. Bei unwesentlichen Mängeln oder Schnittstellenproblemen, die auf Drittanbieter oder von Drittanbietern vorgenommene Änderungen zurückzuführen sind, ist die Haftung des Auftragnehmers auf die vertraglich vereinbarte Leistung beschränkt.

12. Haftung

Die Haftung des Auftragnehmers ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt, außer bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), bei der Haftung für Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Eine darüber hinausgehende Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen.

13. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Erfüllungsort ist der Sitz des Auftragnehmers. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit rechtlich zulässig, der Sitz des Auftragnehmers.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine solche wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt. Ergänzend gelten die gesetzlichen Vorschriften.

14. Kontakt

Bei Fragen zu diesen AGB erreichen Sie uns über unser Kontaktformular, per E-Mail an office@realityq.de oder per Post an die unter Ziffer 1 genannte Adresse.